.

Erklärt

In der Kirche mit ihrer über 2.000-jährigen Geschichte gibt es viele Begriffe und Symbole, die eigentlich vereinfachen, verdeutlichen sollen, aber im Laufe der Zeit nicht mehr von jedem verstanden oder eingeordnet werden können. Hier sollen sie im Laufe der Zeit benannt und erklärt werden. Unser "Lexikon" kirchlicher Begriffe und Symbole ist schon in meiner letzten Pfarrstelle entstanden und kann mit der Zeit weiter wachsen.

 

A und O

Gemeint ist, wie der jeweilige Zusammenhang deutlich macht: der Anfang und das Ende. Warum steht aber in der Bibel nicht A bis Z? Das O ist doch bei weitem nicht der letzte Buchstabe - wie soll man das verstehen?

Der Grund liegt darin, dass das Neue Testament nicht in deutscher, sondern in griechischer Sprache aufgeschrieben wurde. Im Griechischen ist der Buchstabe Omega der letzte Buchstabe des Alphabets - A wie Alpha und O wie Omega bedeutet also nichts anderes als A bis Z, von Anfang bis zum Ende.

 

Advent

Advent bedeutet Ankunft. Er kommt an: Christus. Ein bedeutender Aspekt des Advent ist das Warten - 1. auf das Weihnachtsfest und 2. auf die Wiederkunft Christi. Die liturgische Farbe in den Kirchen ist deshalb Violett - das Zeichen für eine Buß- und Fastenzeit, in der innere Einkehr und Gebet im Mittelpunkt stehen. Die Wochen des Advents haben somit ursprünglich einen (er)mahnenden Hintergrund.

 

Altar

Ursprünglich ist ein Altar eine Opferstätte. Opfertiere wurde auf Altären rituell geschlachtet und verbrannt. Das Neue Testament bedeutet in der Opferterminologie einen Einschnitt. Das Opfer ist von nun an Jesus selbst, der als einziger ohne Schuld den Opfertod für die Vielen gestorben ist. In den christlichen Kirchen ist dennoch von "Altären" die Rede, weil der Altar auch Zeichen der Gottesbegegnung ist. Im reformierten Zweig der Protestanten hat man aber in der Reformationszeit auch begrifflich einen anderen Ausdruck für "Altar" gesucht, weil Christus sich selbst gegeben hat und nicht immer wieder neu geopfert werden muss. In reformierten Kirchen steht also (auch begrifflich) kein Altar, sondern ein einfacher Tisch, um den sich die Gemeinde zum Abendmahl versammelt, der Abendmahlstisch. Die Klosterkirche in Falkenhagen besitzt aber tatsächlich einen Altar, unverrückbar, aus Stein aufgebaut.

 

Amen

Jeder kennt es: das Amen in der Kirche! Wenn etwas sicher ist, dann wird es wie selbstverständlich sofort herangezogen - das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und genau das liegt in der Bedeutung dieses kurzen hebräischen Wortes: "So sei es" , "gewiss" oder "das ist sicher". Der Hörer unterschreibt damit gleichsam das vorher Gesagte, besiegelt es mit einem Wort.

 

Antependium

Das Antependium ist ein bestickter Vorhang aus Stoff (lateinisch: ante= vor und pendere = hängen). Antependien sind in beiden christlichen Kirchen in Gebrauch und dienen als Kanzel- und als Altar- bzw. Abendmahlstischbehang. Sie sind in den jeweiligen liturgischen Farben gehalten (z.B. violett für Advent und Passionszeit, weiß für Weihnachten und Ostern, rot für Pfingsten, grün für die Trinitatiszeit, schwarz für Karfreitag und Ewigkeitssonntag).

 

Barett

Das Barett war ursprünglich eine flache Kopfbedeckung aus Samt, rund oder eckig gehalten, die den Träger als ein Glied des gebildeten Standes ausweist. Heute ist es Teil der Uniform bei Militär, Polizei, Feuerwehr o.ä. Auch Richter tragen Barette. In der evangelischen Kirche gehört das Barett zur Amtstracht und wird nur im Freien zum Talar getragen, d.h. in der Regel auf dem Friedhof bei Bestattungen.

 

Barmer Theologische Erklärungen

1934 griff der Führergedanke auch in der Kirche um sich. Die sogenannten "Deutschen Christen" hoben den "Führer" auf ein christusgleiches Podest. Vom 29. bis 31. Mai 1934 formierte sich der Widerstand der Bekennenden Kirche in Wuppertal - Barmen. Auf der Bekenntnissynode entstanden die Barmer theologischen Erklärungen, die später nach dem Krieg den Neuaufbau der evangelischen Kirche deutlich begünstigten.

Gegen die Ideologie des Regimes betont die erste These: "Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben."

Die sogenannten "Deutschen Christen" sind Ziel der dritten These: "Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen überlassen."

 

Beffchen

Das Beffchen gehört zur Amtstracht des Pfarrers. Es ist ein rechteckiges Stückchen Stoff, das unter den Kragen des Talars gebunden oder geknöpft wird. Ursprünglich war das Stückchen Leinenstoff als Schutz des Stoffes vor den Bärten  gedacht und gehörte nicht unbedingt zur Amtstracht der Pastoren. Erst im 19. Jahrhundert wurde es verpflichtend zur Amtstracht gezählt. Heute kann man am Beffchen die Konfession des Pastoren oder der Pastorin erkennen. Das geschlossene rechteckige Beffchen kennzeichnet die Reformierten, das nach unten (wie ein Schwalbenschwanz) geöffnete zeigt die Lutheraner an. Die Landeskirchen, in denen das unierte Bekenntnis gilt (also in denen die Tradition der Ortsgemeinden weitergeführt wird, die aber nicht eine ausschließlich lutherische oder reformieret Kirche sind), wird ein halb geöffnetes Beffchen getragen. Pastorinnen haben die Möglichkeit ein Beffchen oder einen weißen Kragen am Talar zu tragen.

 

Christi Himmelfahrt

Die Apostelgeschichte berichtet uns, dass der auferstandene Jesus noch 40 Zage bei seinen Jüngern blieb und dann vor ihren Augen in den Himmel gehoben wurde (Apostelgeschichte 1). Die christliche Kirche feiert deshalb 40 Tage nach Ostern das Fest Christi Himmelfahrt. Ursprünglich war die gesamte Zeit zwischen Ostern und Pfingsten Festzeit: Jesus lebt. Er ist aufgefahren in den Himmel. Er ist bei Gott - und bei uns.

 

Dormitorium

Das alte Pfarrhaus war zu Zeiten des Kreuzherrenordens das Dormitorium. Damit wird der Schlafsaal in einem Kloster benannt.

 

Epiphanias

Das griechische Wort Epiphanias bezeichnet die Erscheinung des Herrn. Epiphanias ist am 6. Januar und wird von einigen orthodoxen Kirchen als  Weihnachtsfest gefeiert. Im Zentrum des katholischen Festes stehen, wie der deutsche Name schon sagt, die "Heiligen drei Könige". In der evangelischen Kirche ist der ursprüngliche Stellenwert verloren gegangen. Auch hier stehen die drei Weisen / Sterndeuter oft im Mittelpunkt. Volkstümlich endet für viele Menschen der Weihnachtskreis am Epiphaniastag. Die Sonntage danach aber werden im Kirchenjahr noch zu Epiphanias gerechnet und gehören somit noch zum Weihnachtskreis.

 

Estomihi

Der Sonntag vor der Passionszeit beinhaltet in seinem Namen eine Bitte: Sei mir ein starker Fels (Psalm 31). Das erste lateinische Wort dieser Psalmwortes heißt "estomihi".

 

Exaudi

6. Sonntag nach Ostern. Der Name stammt aus dem 27. Psalm: Vernimm, o Herr, mein Lautes Rufen. Exaudi gehört zu österlichen Festzeit (bis Pfingsten).

 

Fisch

Der in einem Strich einfach gezeichnete Fisch ist seit der frühsten Christenheit ein Erkennungszeichen. Es geht zurück auf das griechische Wort "ichtus" - jeder Buchstabe steht für ein Wort: i = Jesus, ch = Christus, t = griechisch: Gott, u = griechisch: Sohn, s = griechisch: Retter. In einem Satz wurde so eines der ersten christlichen Bekenntnisse gesprochen: Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter! Und mit dem Zeichnen eines Fisches bekannte man sich zu Christus und gab sich als Christ zu erkennen.

 

Gerkammer

Die Gerkammer ist ein anderer Begriff für "Sakristei"

 

Gründonnerstag

Die Bezeichnung stammt nicht von der Farbe "Grün" sondern von einem alten Wortstamm mit der Bedeutung "weinen". Der Gründonnerstag erinnert an das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern und dem Auftrag, es in seiner Erinnerung zu feiern. Der Tag erinnert an sein Beten und Weinen im Garten Gethsemane und an seine Verhaftung. Er erinnert an den Verrat durch den Bruderkuss des Judas und die Verleugnung des Petrus.

 

Hahn

Auf vielen Kirchtürmen ist er zu sehen: der Hahn. Gründe dafür gibt es mehrere: Schon in frühchristlicher Zeit galt der Hahn als Hinweis auf den neuen Tag nach der Todesnacht - ein Symbol also für die Auferstehung. Der Hahn erinnert an die Verleugnung des Petrus (wenn der Hahn kräht wirst du mich dreimal verleugnet haben) und ist somit auch Symbol für Schuld und Vergebung. Der Hahn auf dem Kirchturm ist aber auch Zeichen für die Wachsamkeit und gilt als Künder des wahren Lichtes. Er soll laut Volkstradition die Gläubigen auch davor warnen, an der Kirche so zu handeln, wie Petrus es an Jesus getan hat.

 

Halleluja

Das hebräische Wort alleluja bedeutet übersetzt: "Lobet Gott". Es ist als alttestamentlicher Gebetsruf aus den Psalmen als Jubelruf in die christlichen Liturgien eingegangen.

 

Hosianna

aus dem hebräischen übersetzt: "Hilf doch". Im Laufe der Zeit hat das "Hosianna" einen Bedeutungswechsel hin zu einem Heilsruf erfahren.

 

Invocavit

Der 1. Fastensonntag trägt diesen Namen. Er stammt aus dem 1. lateinischen Wort aus Psalm 91,15: Invocabit me, et ego exaudiam eum = „Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören“

 

Jubilate

3. Sonntag nach Ostern (Jauchzt vor Gott, alle Länder der Erde, Psalm 66,1) Jubilate gehört in die österliche Festzeit zwischen Ostern und Pfingsten

 

Judica

Der 5. Sonntag der Passionszeit ist benannt nach Psalm 43,1: Judica me, Deus = „Richte mich, o Gott“

 

Kantate

"Singt!" der 4. Sonntag nach Ostern, oft verbunden mit der Feier der Konfirmation. Kantate gehört in die österliche Festzeit zwischen Ostern und Pfingsten.

 

Karfreitag

Todestag Jesu. Der Tag ist in besonderer Weise gesetzlich geschützt, er gilt als "stille Zeit", Festlichkeiten sind an diesem Tag nicht gestattet.

 

Karwoche

Die Karwoche ist die letzte Woche der Passionszeit und damit auch ihr Höhepunkt. Der Begriff ist dem Althochdeutschen entnommen und bedeutet soviel wie "Klage" oder "Trauer". Noch vor nicht allzu allzulanger Zeit war die gesamte Woche eine geschlossene, stille Zeit, in der Festlichkeiten nicht gestattet waren. Heute ist allein der Karfreitag in solcher Weise gesetzlich geschützt. Kirchlich gilt die gesamte Woche als "stille Zeit" - so sind z.B. kirchliche Trauungen in dieser Woche nicht möglich. Die Karwoche endet mit dem Karsamstag, dem Tag der Erinnerung an den toten Jesus im Grab. Der Ostersamstag, der im Volksmund als der Samstag vor Ostern bezeichnet wird, ist dementsprechend erst eine Woche später, am Samstag nach Ostern.

 

Kyrie eleison

Ein alter liturischer Gebetsruf. Übersetzt bedeutet er: "Herr, erbarme dich"

 

Laetare

der 4. Sonntag der Passionszeit ist benannt nach dem 1. lateinischen Wort aus Jesaja 66,10: Laetare, Jerusalem = „Freue dich, Jerusalem“. Zur Mitte der Passionszeit schimmert schon das Osterlicht durch die Passionszeit hindurch.

 

Michaelis

Der 29. September ist der Michaelistag - dem Erzengel Michael und allen Engeln gewidmet.

 

Misericordias Donini

Die Barmherzigkeit des Herrn - so heißt der 2. Sonntag nach Ostern. Verbunden ist dieser Sonntag mit dem Bild des guten Hirten. Misericordias Domini gehört in die österliche Festzeit zwischen Ostern und Pfingsten

 

Myrrhe

Unter Myrrhe muss man sich ein wohlriechendes aber auch bitter schmeckendes Harz des Balsambaumes vorstellen. Im Alten Testament werden eher die wohlriechenden Elemente betont. Myrrhe gehörte als Bestandteil zum Salböl, der himmlische Bräutigam sollte mit Weihrauch und Myrrheduft empfangen werden. Im Neuen Testament spielt dagegen die bittere (und betäubende) Wirkung der Myrrhe eine größere Rolle. Jesus lehnt am Kreuz einen betäubenden Myrrhetrank ab. Da Myrrhe auch zur Einbalsamierung genutzt wurde, deutet man diese Ablehnung auch als Absage an den Tod. Das Geschenk der drei Weisen (Gold, Weihrauch und Myrrhe) könnte neben den Symbolen des Königtums auch die prophetische Andeutung für Jesu Weg ans Kreuz beinhalten.

 

Oculi

Der 3. Sonntag der Passionszeit wird benannt nach dem 1. lateinischen Wort aus Psalm 25,15: Oculi mei semper ad Dominum = „Meine Augen schauen stets auf den Herrn“

 

Ostern

Das älteste Fest der Christenheit feiert Jesu Auferstehung von den Toten. Das Grab ist leer, der Gekreuzigte lebt! Das war und ist das Zentrum unseres Glaubens. In der frühen Christenheit wurde es wöchentlich am "Herrentag" (dem Sonntag) gefeiert. Jesus lebt - und wir haben Teil an diesem Leben, auch über unseren Tod hinaus. Wir werden leben, in anderer Weise als wir uns das heute vorstellen können. Leben bei Gott. Wir sind zu Hause, bei Ihm, in Seinem Reich. So ist Ostern das wichtigste Fest der Christenheit. Zusammen mit dem Höhepunkt der Karwoche, dem Karfreitag bildet es den Kern unseres Glaubens: Er nimmt unsere Sünden mit sich, macht uns frei und schenkt uns Leben - auch jenseits des Todes.

 

Palmsonntag

Der Palmsonntag ist der letzte Sonntag der Passionszeit. Mit ihm beginnt die Karwoche. Der Palmsonntag hat seinen Namen aus dem biblischen Berich über den Einzug Jesu in Jerusalem. Menschen haben damals Stoffe und Palmwedel auf die Straße gelegt, auf der Jesus auf seinem Esel nach Jerusalem einzog.

 

Passionszeit

Die Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern, in der sich die christlichen Kirchen an die Leidenszeit Jesu erinnern, werden Passions- (=Leidens-)zeit genannt. Sie haben ihre Zuspitzung in der Karwoche. Nach dem Palmsonntag, der den Einzug Jesu in Jerusalem thematisiert, folgen die Kartage, der Gründonnerstag (mit der Einsetzung des Abendmahls), der Karfreitag (als Tag der Kreuzigung Jesu) und der Karsamstag (der Tag mit der Erinnerung an den toten Jesus). Die Osterzeit beginnt dann mit dem Ostermorgen und thematisiert den auferstandenen Herrn und damit die Auferstehungshoffnung für uns alle. Der "Ostersamstag" ist übrigens der Samstag nach Ostern!

 

Pfingsten

Pfingsten ist das 3. Haupfest der christlichen Kirche. Es ist das Fest des Heiligen Geistes. Symbolisiert wird der Geist Gottes gern durch eine Taube oder durch Feuerzungen. Der biblische Bericht erzählt davon, dass die Jünger nach Jesu Himmelfahrt sich allein gelassen und mutlos fühlten. Das Pfingstereignis kam überraschend. Wie ein Windgebraus, wie eine Stärkung, wie Feuerzungen über den Köpfen. Und die Mutlosigkeit war fort. Der Heilige Geist stärkt, spricht Mut und Hoffnung zu. In ihm ist Gotte ständig gegenwärtig bei uns.

 

Quasimodogeniti

Der Sonntag nach Ostern trägt diesen schönen Namen und erinnert an die alte Tauftradition. Die in der Osternacht Getauften trugen ihre weißen Kleider bis zum darauffolgenden Sonntag und symbolisierten damit, dass der Getaufte durch Christi Tod und Auferstehung sich wie die "neugeborenen Kinder" fühlen sollen. Daran erinnert das Wort aus dem 1. Petrus 2,2 ("Wie die neugeborenen Kindlein, hallelujah, seid begierig nach der vernünftigen, lauteren Milch."), von dessen erster lateinischen Worte der Sonntag seinen Namen erhalten hat. Quasimodogeniti gehört in die österliche Festzeit zwischen Ostern und Pfingsten.

 

Reformationstag

Der Reformationstag liegt immer auf dem 31. Oktober. Er erinnert an den Thesenschlag Martin Luthers am 31. Oktober 1517. Luther hat mit seinen Thesen, die er an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg anschlug, ein Nachdenken innerhalb der Kirche beabsichtigt. Er hat mit seinen Thesen den Ablasshandel der römischen Kirche heftig angeprangert. Es kam nicht zur gewollten inneren Neugliederung der Kirche, sondern zur Trennung. Evangelische Christen feiern den Reformationstag als Versicherung, dass Gott ohne Gegenleistung Schuld vergibt. Du bist aus Glauben gerecht vor Gott!

 

Reminiscere

Der 2. Sonntag der Passionszeit trägt seinen Namen nach dem 1. lateinischen Wort aus Psalm 25,6: Reminiscere miserationum tuarum „Denk an dein Erbarmen, Herr“

 

Remter

deutsche Übersetzung des lateinischen "Refektorium" (Wiederherstellung). Das Refektorium ist der Speisesaal eines Klosters, in der Regel mit dem Kreuzgang verbunden.

 

Rogate

Betet! so heißt der 5. Sonntag nach Ostern. Er wird oft mit der Feier der Konfirmation verbunden und gehört in die österliche Festzeit zwischen Ostern und Pfingsten.

 

Sakristei

Die Sakristei ist ein Nebenraum der Kirche. Dieser Raum wird zum Umkleiden genutzt, aber (im katholischen Bereich) insbesondere auch ein Raum zum Aufbewahren liturgischer Kleidung und liturgischer Geräte

 

Segen

Der Gottesdienst endet immer mit dem Segen. Segen ist ein Geschenk Gottes, seine Gegenwart in unserem Alltag, und bringt zum Ausdruck: Das, was ich zum Leben brauche, ist nicht käuflich. Segen spenden kann übrigens jeder Christ, nicht nur Pfarrer und Pfarrerin. Wir können andere Menschen damit Gott anvertrauen.

 

Septuagesimae

3. Sonntag vor der Passionszeit. Sein Name (Siebzigster = ungefähr 70. Tag vor Ostern) deutet schon über die Passionszeit hinweg auf das Fest der Auferstehung.

 

Sexagesimae

2. Sonntag vor der Passionszeit (= ungefähr sechzigster Tag vor Ostern).

 

Stille Zeiten

Stille Zeiten sind Tage, die kirchenrechtlich besonders geschützt sind. Der Buß- und Bettag, der Totensonntag und die Karwoche (beginnend mit dem Palmsonntag bis einschließlich dem Karsamstag) gelten als solche "stillen Zeiten". Trauungen sind an diesen Tagen kirchenrechtlich nicht möglich, Festlichkeiten sollten vermieden werden. Der Staat schützt am Sonntag die gottesdienstliche Zeit. Als stille Zeiten kennt er z.B. den (katholischen) Allerheiligentag am 1. November, den Volkstrauertag und den Toten- oder Ewigkeitssonntag. Auch der Karfreitag ist ein sogenannter stiller Feiertag. An stillen Feiertagen sind musikalische und unterhaltende Darbietungen verboten (z.T. gilt dieses Verbot nur für eine bestimmte Zeit des jeweiligen Tages).

 

Talar

Die Amtstracht der evangelischen Geistlichen ist der Talar, ein knöchellanges schwarzes Gewand. Über dem Talar wird das Beffchen getragen, das Auskunft über die Konfession des Geistlichen gibt. Der Talar ist die verpflichtende Amtskleidung der Geistlichen im Gottesdienst und bei Amtshandlungen wie beispielsweise den Bestattungen.

 

Trinität / Trinitatis

Trinität meint die Dreieinigkeit Gottes: der eine Gott wird verehrt als Vater (der Schöpfer), als Sohn (Jesus Christus, der Retter und Erlöser) und als Heiliger Geist (Gottes Dasein im Jetzt und Hier). Drei Wesenheiten des einen Gottes. Trinitatis ist das Fest, das eine Woche nach Pfingsten an den einen Gott in seinen drei Wesensformen erinnert.

 

Zebaoth

Der Herr Zebaoth wird immer wieder in Lesungen oder Liedern benannt. Es handelt sich dabei um den "Herrn der Heerscharen" - so jedenfalls wird das hebräische Wort Zebaoth übersetzt.

 

Zion

Zion ist eine Bezeichnung für Jerusalem. Schon in vorisraelische Zeit gab es diese Bezeichnung, die später auf die gesamte Stadt ausgeweitet wurde. Heute meint Zion auch den Ort des endzeitlichen Heils. Ein altes Lied drückt das so aus: "Wie wird´s sein, wenn ich zieh in Salem ein, in die Stadt der goldnen Gassen? Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen, was wird das für Wonne sein!"

 

erstellt von: Dietmar Leweke



Autor: leweke -- 02.04.2015; 09:42:49 Uhr

Dieser Artikel wurde bereits 4718 mal angesehen.



Dorfkirche im Winter

 

Powered by Papoo 2012
99279 Besucher