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Protestantische Pfarrer in Elbrinxen

1. Pastor Johann Schwager trat 1519 die Elbrinxer Pfarrstelle an. Seine Zeit als Pastor fiel in eine schwierige Phase. Katholisch erzogen trat er 2 Jahre nach dem Thesenanschlag die Pfarrstelle an. Es dauerte seine Zeit, bis die reformatorischen Gedanken auch in Lippe umgesetzt wurden. So wird Pastor Schwager zunächst ein katholischer Priester gewesen sein. Durch die Visitation von Antonius Corvinus in Lippe wurde eine geistliche Grundlegung der Pfarrer geschaffen. Aber die Zeit zwischen Rekatholisierung und evangelischem Profiel war schwierig. Die Chronik Elbrinxens berichtet, dass Pastor Schwager mit den Gedanken der Reformation in Berührung kam, sie aber nicht in der Gemeinde parktisch umsetzen konnte. Pastor Schwager blieb bis 1550 im Amt.

2. Hermann Gerkius war von 1550 bis 1586 Pastor in Elbrinxen. Zeitweise betreute er auch die Gemeinde in Thal.

3. Barthold Schrader (1587-1600)

4. Johann Regius war schon Pastor in Falkenhagen und übernahm die Pfarrstelle in Elbrinxen mit. Dort wirkte er 6 Jahre, danach ging er wieder zurück nach Falkenhagen.

5. Christian Enckenius war der Nachfolger Regius´ und er hatte die Gemeinde in seiner Amtszeit durch 2 Jahrzehnte des dreißigjährigen Krieges zu führen. Von ihm ist berichtet, dass er in Ketten nach Lügde gebracht und in Arrest gelegt wurde. Später (1628) wollte ihn der Paderborner Weihbischof zur  Herausgabe der Kirchschlüssel zwingen, dem kam Enckenius aber nicht nach. Die Kirche wurde gewaltsam geöffnet und wieder der katholischen Lehre zugeführt. Der katholische Priester Konrad Becker aus Lügde versorgte in dieser Zeit die Elbrinxer Kirche. Enckenius wurde stäter erneut arrestiert und fand später Exil im Braunschweigschen. 1633 konnte er wieder nach Elbrinxen zurückkehren. 1637 endete seine Tätigkeit als Pastor in Elbrinxen.

6. Johann Henrich Tack bat nach nur 2 Dienstjahren (1640) um eine andere Pfarrstelle.

7. Valentin Heckenrodt (1640-1658) versorgte bis 1647 von Schwalenberg aus auch Elbrinxen, danach zog er nach Elbrinxen. Seine Grabplatte ist an der Ostseite der Kirche zu sehen. 

8. Bruno Ludwig Pierius (1660-1684)

9. Johann Wasmuth (Wachsmuth) (1684-1691) war vorher Pfarrgehilfe in Falkenhagen und kehrte nach seiner Elbrinxer Zeit wieder nach Falkenhagen zurück. Die Wirksamkeit Wasmuths ist den Elbrinxern in guter Erinnerung geblieben.

10. Pastor Stephani (1691-1704) hat bei den Elbrinxern keine gute Erinnerungen zurückgelassen. Schon vor seiner Einführung gab es Proteste und Eingaben. Stephani konnte als Pastor aber nicht verhindert werden. Bald kam es zum Streit zwischen dem Geistlichen und der Gemeinde. 1704 wurde ihm der Gehilfe Philipp a Lehe zugewiesen, Stephani wurde seines Amtes enthoben.

11. Philipp a Lehe (1704-1706) verlor 1 Jahr nach seiner Einführung seine Frau, er selbst verstarb bereits 1706.

12. Johann Jakob Ermanius (1706-1717) galt als "zanksüchtig" und wurde 1717 nach Haustenbeck versetzt.

13. Bartold Dietrich Streicher (1717-1719)

14. Ludolf Simon Stöcker (1719-1739) anschließend 2 Jahre Vakanzzeit.

15. Hermann Adolf Capelle (1741-1771) galt als fleißig und als guter Prediger.

16. Heinrich Wilhelm Schönfeld (1771-1804) war u.a. Lehrer in Emden, Hofprediger in Hamburg, Prediger auf einem Segelschiff, Pfarrer in Blomberg und Detmold. Seit 1796 wurde er altersbedingt von einem Pfarrgehilfen unterstüzt. 1804 ging er mit 81 Jahren in den Ruhestand.

17. Herman Konrad Steneberg war der letzte Gehilfe von Pastor Schönfeld und blieb 25 Jahre lang im Amt. Anschließend 1 Jahr Vakanz.

18. Philip Heinrich Gerhard Pandes blieb bis 1849 Pastor in Elbrinxen.

19. Ludwig Merckel (1849-1845)

20. Christian Hildebrand (1845-1848) wurde wegen "unsittlichen Verhaltens" des Amtes enthoben und wanderte nach Amerika aus.

21. Ernst Sturhahn (1848-1877)

22. Gustav Otto Krecke (1878-1897) kam nach über 30 - jähriger Dienstzeit in Augustdorf aus der Senne nach Elbrinxen.

23. Heinrich Blome (1897-1904)

24. Friedrich Reichardt (1904-1907)

25. Wilhelm Butterweck (1907-1908)

26. Heinrich Finke (1908-1926)

27. Erich Stiewe (1926 als Vikar, ab September 1926 als Psator bis 1937)

28. Werner Weßel, Pastor in Elbrinxen von 1937-1950

29. Werner Waldhecker, Pastor in Elbrinxen von 1950 bis 1964

anschließend: Vakanzzeit

30. Gottfried Wehr kam am 1. Dezember 1966 als Vikar, wurde im Herbst 1967 in das Pfarramt eingeführt und bekam im Oktober 1971 das Amt des Superintendenten der Klasse Blomberg übertragen. Pastor Wehr blieb bis zum 7. Januar 1977 in Elbrinxen.

31. Thomas Frevert, Pastor von 1977 bis 1984.

32. Susanne Günther-Heimbucher, Pastorin in Elbrinxen von November 1984 bis Oktober 1986

33. Erhard Beckmann, Pastor in Elbrinxen von November 1986 bis Dezember 2011

34. Seit dem 1. Februar 2013 ist Pastor Dietmar Leweke Pfarrer der verbundenen Pfarrstelle Elbrinxen und Falkenhagen.



Autor: leweke -- 28.09.2016; 12:25:50 Uhr

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