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Projekt Lippischer Pilgerweg 2022

5. November

Eine große Gruppe kam zur vorletzten Etappe zusammen mit ca. 30 Personen trafen wir uns auf dem Parkplatz an der evangelischen Kirche in Schieder und machten uns auf den Weg. Der Fisch führte uns durch Schieder am Friedhof vorbei Richtung Wald. Ein schöner Wanderweg wartete auf uns. Die Wege waren vom Laub bedeckt, die Herbstfarben leuchteten bei immer besser werdendem Wetter. In einer Schweigephase hörten wir nur das Knistern der Blätter, die von unseren Schuhen aufgewirbelt wurden. An Brakelsiek vorbei ging es bis Schwalenberg. Es war nur ein verhältnismäßig kurzer Weg, aber er wartete mit einem schönen Abschluss auf. In Schwalenberg haben wir den Weg in der Pizzeria mit einem gemeinsamen Essen beschlossen. Ein schöner Tag und eine wunderbare Gruppe machen Lust auf die letzte Etappe, die uns von Schwalenberg bis Falkenhagen führen wird. Treffen ist am 26. November um 10 Uhr in Schwalenberg.

 

24. Oktober

Ein schöner Oktobertag ist uns geschenkt worden - jedenfalls genau in der Zeit, als wir unterwegs waren. Bei Sonnenschein kamen wir in Reelkirchen unter der Linde zusammen, die Kirche war leider verschlossen. Wir haben uns an die Linde in Elbrinxen erinnert und daran gedacht, was diese alten Bäume wohl schon erlebt haben mögen. Die Reelkirchener Linde ist knorrig. Die Zeit hat ihr manches in die Äste geschrieben - wie sie es bei unseren Gesichtern auch tut. Bald darauf ging es los. Über den Spielberg Richtung Molkenberg. Bei den vielen Wirtschaftswegen haben wir kurzzeitig den Fisch aus den Augen verloren, den richtigen Weg aber schnell wiedergefunden. Tintrup zur einen Seite, Wöbbel zur anderen ging es durch Felder und Wälder. Der Herbst hat viele bunte Farben in die Wälder hineingemalt. Teilweise sind wir durch einen Blätterregen gewandert, der uns an das Märchen vom Sterntaler erinnert hat.

In Nessenberg war Pause. Die mitgebrachten Proviante wurden verzehrt. Die verbleibende Strecke bis Schieder war nicht mehr sehr lang. Es ging über die Emmer. Die Brücke erinnerte uns an Verbindendes zwischen zwei Seiten. Flussufer, Inseln und Festland, sogar Kontinente werden durch Brücken verbunden. Und wenn man auf einer Brücke steht, steht man nicht mehr im Alten und noch nicht im Neuen. Man steht im Dazwischen. Mögen wir im übertragenen Sinne auch unsere Brücken schlagen und begehen können, damit niemand im Dazwischen zurückbleibt.

In Schieder haben wir unseren Abschluss gemacht und von Pastor Sundermann noch erklärende Worte zur Kirchenrenovierung gehört. Als wir die Kirche verlassen haben, regnete es. Der Weg von Reelkirchen aus war ein sonniger,schöner Tag. Wir danken für den Weg und die Begleitung und freuen uns auf die nächste Etappe am 5. November. Treffpunkt ist der Parkplatz an der evangelischen Kirche in Schieder. Die Etappe wird uns bis Schwalenberg führen.

 

17. Oktober

Die Wanderung von Reelkirchen nach Schieder haben wir auf den 22. Oktober verlegt. Treffpunkt ist um 10 Uhr die Reelkirchener Kirche. Wir laden dazu herzlich ein.

Den Termin am 29. Oktober werden wir verschieben müssen, das Vorbereitungsteam ist zu klein. Wir bitten um Verständnis.

 

28. September

Bei schönem Spätsommerwetter ging es am 17. September von der Horner Kirche aus wieder auf den Weg. Der Fisch als Zeichen für den Pilgerweg führte unsere Gruppe zunächst nach Bad Meinberg in die Meinberger Kirche. Mit einer gemütlichen Pause konnte auch aufgewartet werden. Dann ging es durch den Kurpark / Silvaticum in den Beller Wald Richtung Reelkirchen. Die Kirche mit der alten Linde auf dem urwüchsigen Kirchhof war das Ziel unserer Wanderung.

Am 1. Oktober geht es weiter. Treffpunkt ist um 10 Uhr die Reelkirchener Kirche. Wir haben die Strecke ein bisschen gekürzt. Sie wird uns von Reelkirchen aus nach Schieder führen. Der Weg ist also gut zu schaffen. Wir freuen uns auf die nächste Etappe auf dem Pilgerweg.

Leider muss diese Wanderung krankheitsbedingt kurzfristig ausfallen. Wir bitten um Verständnis.

 

5. September

Die Sommerpause ist vorbei. Wir treffen uns am 3. September auf dem Kronenplatz und nehmen den nächsten Abschitt des Pilgerweges unter die Füße. Das erste Stück ist urban. Stadtmitte. An der Ameide und dem Wall entlang zieht sich ein Flohmarkt. Wir gehen am Theater vorbei durch den Schlosspark und die Fußgängerzone entlang, bis wir in den Park hinter der Musikhochschule einbiegen können. Schon wird es ruhiger. Ein Hochzeitspaar mit seinen Begleitern lässt schöne Fotos von sich machen und erhält von uns allen herzliche Worte und Glückwünsche. Weiter führt uns der Weg am Freilichtmuseum vorüber. Einige der schönen Fachwerkhäuser des Paderborner Dorfes grüßen über den Zaun und von weiten hebt der Hermann sein Schwert zum Gruß. Wir hören Impulsworte über Lasten. Manche wiegen schwer, andere sind leichter zu tragen. Aber es gibt niemanden, der ohne seinen Rucksack durch das Leben geht. Wir nehmen symbolisch Steine mit. Spitze oder runde Steine. Alle sind sie hart, haben ihre Kanten. Und alle drücken sie, sind eine Last. Wir nehmen sie mit auf den nächsten Streckenabschnitt. Über Heiligenkirchen kommen wir nach Berlebeck. Dort ist ein schöner Rastplatz, der uns zur Mittagspause einlädt.

Weiter geht es an der Adlerwarte und der Berlebecker Kirche vorbei. An einem Holzkreuz legen wir unsere mitgebrachten Steine ab. Lassen Last los, geben sie ab. Wir erinnern uns, dass in unserem Gepäck nicht nur schwere Lasten sind, sondern auch schöne Bilder. So wollen wir unterwegs irgendein Stück Natur mitnehmen, das uns daran erinnert.

Der Weg führt uns oft bergauf. Manches Wegstück bringt uns zum Schwitzen. Es tut weh, die großen Flächen im Wald zu sehen, auf denen ehemals Fichten standen. Nun sind sie kahl. Es wird lange dauern, bis sich neues Holz ansiedelt, wächst, groß wird. Aber auch schöne Aussichtspunkte sind zu sehen und einmal grüßt von ganz weit her der Köterberg. Dann sind sie plötzlich vor unseren Augen, die gewaltigen Steinblöcke der Externsteine. Wir staunen. Manch einer war schon sehr lange nicht mehr hier. Der Weg zeigt uns Ausflugsziele, die wir alle kennen, aber schon lange nicht mehr besucht haben. Nun jedenfalls ist es Zeit, eine gemütliche Pause einzulegen. Der Felsenwirt hat Platz, ein Getränk löscht den Durst. Wunderschöne Wegstrecken liegen hinter uns, was folgt, ist die Straße bis Horn. Verkehr. Lärm. Asphalt. Dann sind wir an der Horner Kirche angelangt - aber die ist leider schon verschlossen. Bein nächsten Mal, wenn es heißt "Wir gehen von Horn nach Reelkirchen" mag der Pilgerstempel geholt werden. Ein schöner Tag mit einer tollen Gruppe liegt hinter uns. Die Bullis bringen uns zurück und die Beine haben erst einmal Pause...!

Dietmar Leweke

 

Am 3. September geht es wieder auf den Lippischen Pilgerweg. Wir treffen uns vor dem Landesmuseum am Schlossgraben. Als Parkmöglichkeit bietet sich der Kronenplatz an. Wie gewohnt stehen die Bullis am Zielpunkt in Horn. Wir freuen uns auf einen schönen Abschnitt des Pilgerweges und auf Sie und Euch alle!

 

27. Juni:

Die Gruppe hat inzwischen Detmold erreicht. Anders als im Gemeindebrief beschrieben, machen wir erst einmal Sommerpause. Am 3. September geht es weiter. Dann steht die Etappe von Detmold nach Horn an.

 

12. Juni

Inzwischen sind zwei weitere Etappen gegangen. Inzwischen hat die Gruppe Lemgo erreicht. Am 25. Juni gibt es noch die Etappe von Lemgo nach Detmold. Danach, so hat sich das Team entscheiden, werden wir erst einmal eine Sommerpause einlegen. Anders als im Gemeindebreif geschrieben, geht es dann erst wieder nach den Sommerferien weiter.

 

11. Juni:

Am 11.06.2022 wartete bei bewölktem Himmel aber sonst tollem Pilgerwetter eine besonders schöne Etappe des lippischen Pilgerweges auf uns. Sie sollte uns von Linderhofe nach Lemgo führen. Nachdem sich die Fische an den Bäumen während der letzten Etappe manchmal versteckt hatten und diese Route so etwas spontan entstanden ist, konnten wir uns dieses Mal sicher sein, die richtigen Pfade zu finden. Nadine hatte den Weg bestens vorbereitet und mit ihrem Mann bereits einmal abgefahren. So konnten wir uns ganz auf das von ihr ausgerufene Motto für diese Etappe konzentrieren: Unser Leben neu gewichten. Nach einer schnellen Vorstellungsrunde und den einweisenden Worten von Nadine hörten wir zu Beginn das folgende Gebet.:

 

Für die Feinde

Herr Jesus Christus, du hast uns geboten, das Böse nicht mit Bösem zu vergelten, sondern für die zu beten, die uns hassen und beneiden. Damit wir durch das Beispiel des Heiligen Geistes unsere Feinde lieben und besonders für Sie beten. Christus, Sohn Gottes, gib, dass unser Gebet aufrichtig sei, wenn wir für jene beten, von den Du weißt, dass sie uns Böses getan haben. Wenn wir in irgendeiner Weise der Grund gewesen sind für die Beleidigungen, die sie uns angetan haben, dann bessere uns und ebne uns den Weg zu einer heiligen Versöhnung. Lass Ihren Zorn nicht immer weiter gegen uns glühen, sondern Befreie sie und uns von der bösen Gewalt des Hasses, auf das wir bereit sind, die Vergehen auf beiden Seiten wieder gut zu machen. Gib, dass der Friede Gottes unser Herz und unseren Verstand lenke, von nun an bis in alle Ewigkeit. Amen  (Anselm von Canterbury (1033 bis 1109 ))

 

Nach einer kurzen Strecke durch den Wald nahmen wir die erste Steigung schweigend. Etwa drei Kilometer nach dem Start erreichten wir ein erstes Etappenziel: den Steinberg. Der unbewachsene Berg bot einen tollen Rundblick. Nichts störte unseren Blick und er konnte in die Ferne schweifen, während Nadine uns eine alte Klosterinschrift vortrug.

 

Sie lautet:                                           Achte auf deine Gedanken,

                                                           denn sie werden deine Worte

                                                           Achte auf deine Worte,

                                                           denn sie werden deine Handlungen

                                                           Achte auf deine Handlungen,

                                                           denn sie werden deine Gewohnheit

                                                           Achte auf deine Gewohnheiten,

                                                           denn sie werden dein Charakter

                                                           Achte auf deinen Charakter

                                                           denn er wird dein Schicksal.

 

Begleitet vom Eindruck dieser Worte gingen wir weiter. Wir folgten dem Weg, der uns wieder in den Wald führte, bevor wir an Getreidefeldern, zu einem schönen Hohlweg gelangten. Dann ging es noch ein Stück weiter kurz hinauf und hinab, wo wir das nächste Etappenziel, die Kirche in Hillentrup erreichten. Dort hatten wir Gelegenheit, uns einen Stempel zu holen und eine schöne Mittagspause einzulegen.

Von Hillentrup aus folgten wir dem Pilgerweg und bewältigten noch zwei kleinere Steigungen bevor wir uns dem Zielort näherten. Der offizielle Pilgerweg endet auf dem Parkplatz Regenstorplatz. Lemgo hat fünf Kirchen und wahrscheinlich konnte man sich nicht einig werden, welche das Ziel sein soll. Im Pilgerführer ist die St. Nicolai Kirche mit dem heiligen Jakobus beschrieben. Wir haben die Kirche besichtigt und durften dabei an den Chorproben für ein in Kürze stattfindendes Konzert teilnehmen. Das war ein eindrucksvoller Abschluss dieses sehr gelungenen Pilgertages.

Nach 18 Kilometern Wegstrecke bei bestem Wetter, beseelt von den gehörten Texten und Gebeten, erschöpft und glücklich gönnten wir uns zum Ausklang noch ein kühles Getränk oder ein Eis auf dem Lemgoer Marktplatz.

 

28. Mai:

Unsere heutige Etappe wird mit ca. 22km eine der anspruchsvollsten sein. Sie soll uns von Sonneborn über Alverdissen nach Hillentrupp führen. Wir begeben uns mit dieser Route auf den äußeren Ring des Lippischen Pilgerwegs. Das Motto dieser Etappe wird die Standhaftigkeit sein. Nadine hilft uns mit meditativen Übungen, ein Gefühl der Verbundenheit zum Boden auf dem wir stehen zu entwickeln. Auf wundersame Weise entwickelt sich gleichzeitig eine neue Verbundenheit zu unserer Erde auf der wir gehen und stehen. Diese Standhaftigkeit wird bald auf eine harte Probe gestellt.
Zwischen Fassbergen und Asmissen verlieren wir die Orientierung. Dies beschert uns alles in allem sieben zusätzliche Kilometer. Dennoch ist die Gruppe nicht frustriert. Nach 22 km kommen wir in Burg Sternberg an. Körperlich am Tiefpunkt entscheiden wir, den Pilgerweg für heute zu beenden.

 

14. Mai 2022

Für unsere vierte Pilgeretappe haben wir uns heute um 10 Uhr an der ev. Kirche in Sonneborn getroffen. Das Wetter versprach uns einen tollen Tag. Sie Sonne schien und die Temperatur sollte ideal sein. Unsere Pilgergemeinde heute bestand aus 17 Personen und einem Hund. Wir begrüßten neue Gesichter und uns bereits bekannte Pilgerfreunde*innen. Unser Ziel war die Klosterkirche in Blomberg. Thematisch wollten wir diesen Tag in besonderer Weise den Bäumen, ihrem Leben und Rhythmus und ihrem Einfluss auf unser Leben widmen. An manchen Stellen blieben wir stehen und vertieften unsere Eindrücke mit ein paar Gedanken, einem Bibelwort oder einem Gedicht.

Zu Beginn gingen wir ein kleines Stück an der Hauptstraße entlang und bogen dann links in den Friedrichsweg. Als wir das bebaute Gebiet verließen, wurden wir im ersten Grün des Weges ganz still und schwiegen, um zur Ruhe zu kommen. Fast oben am Berg gabelte sich der Weg und in der Gabelung stand ein einzelner Baum. Dort wollten wir das erste Mal kurz anhalten – und auch wieder reden. Wir betrachteten diesen besonderen Baum und machten uns bewusst, wie Bäume aussehen und welche Bestandteile sie haben. Bäume bereichern unser Leben auf vielfältige Weise. Hermann Hesse hat in einem seiner Gedichte, Bäume schonmal als Heiligtümer bezeichnet.

Wir folgten dann weiter der Beschilderung des Pilgerweges, gingen vorbei am Gehöft mit dem Namen Herborn, entlang an einem Weg mit Birken zu unserer Linken, die wie Perlen an einer Kette am Wegrand aufgereiht standen, überquerten die Alverdisser Straße und gingen auf der anderen Straßenseite in den Wald. Hier nahmen wir uns Zeit und genossen einen intensiveren Blick in den Wald. Bäume sind immer auch ein gutes Bild für Rhythmus. Das ganze Leben in den verschiedenen Lebensphasen lässt sich mit dem Leben eines Baumes in den Jahresszeiten vergleichen. Der Baum, der in den Jahreszeiten lebt und seinen Rhythmus hat, kann für uns ein gutes Vorbild sein, den Wechsel der Zeiten auch in unserem Leben nicht aus den Augen zu verlieren.

Wir gingen nun weiter am Rittergut Wierborn vorbei und gelangten schließlich nach Barntrup. Dort querten wir das Schlossgelände und gelangten so in die Stadt. Die dortige Kirche war leider verschlossen, weshalb wir zügig Richtung Freibad gingen. Dort befindet sich eine Anlage mit einigen Bänken und Trainingsgeräten vor dem Parkplatz des Freibades. Die Bänke luden uns zu einer etwas längeren Pause ein. Wir ließen uns Brot und Wasser schmecken und folgten dem Pilgerweg ein Stückweit auf dem Kunstpfad. Ohne Steigung machten wir einen kurzen Halt an dem ersten Schwimmteich (1920-1950) in Lippe. Am Ufer und im See wurzelten zahlreiche Bäume. Bäume am Wasser. Beim Propheten Jeremia heißt es: Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den Herrn verlässt und dessen Zuversicht der Herr ist. Der ist wie ein Baum am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hinstreckt. Obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün, er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte. (Jeremia 17, 7-8)

Wir gingen nun den Kunstpfad mit der Beschilderung des Fisches weiter entlang, genossen verschiedene Kunstobjekte und gelangten schließlich an eine Hütte, vor deren Eingang  das Kunstobjekt „Das Dreieck“ steht. In kleinen Gruppen zu drei oder vier Personen schufen wir Bäume aus dem uns zur Verfügung stehenden Naturmaterial. Wir schufen Landschaftskunst. Sie war für diesen Moment geschaffen und ist wie alles in der Natur – vergänglich.  So, wie sie ist, ist sie nur in dem Moment. Nach dem Abschied von unserer Landschaftskunst schwiegen wir von dieser Hütte bis zur nächsten Hütte erneut. Einerseits handelte es sich bis dorthin um eine ordentliche Steigung (ca. 60 Höhenmeter), andererseits erreichten wir im weiteren Verlauf unseres Weges ein Gebiet, welches ziemlich zerstört wirkte. Durch das Schweigen konnten wir uns etwas in uns zurückziehen und uns auf das Thema der Vergänglichkeit vorbereiten.

Wir folgten dem Weg durch das letzte Waldstück und gingen bergab bis wir an einen großzügigen Platz gelangten, an dem zahlreiche gefällte Baumstämme lagen. Hier sollte unsere letzte Station sein. Wir lenkten unsere Aufmerksamkeit auf diese Baumstümpfe. Soviel Leben und Lebendigkeit uns die Bäume auf unserem Weg vermittelt haben, so sehr erinnerten uns Teile dieses letzten Wegabschnittes und dieser Platz mit den Baumstämmen an Abschied, Ende und an den Tod. Jesaja erinnerte uns daran, dass jedem Ende auch ein neuer Anfang innewohnt.

„Es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais, ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringt.“ (Jesaja 11,1)

Weiter ging’s am Gut Nassengrund vorbei, durch einen schönen Hohlweg, vorbei an der Minigolfanlage und am Freibad von Blomberg, durch die Anlage der denkmalgeschützten alten Mühle zur Klosterkirche in der Blomberger Innenstadt. Erfüllt von den schönen Eindrücken des Tages kehrten wir zum Abschluss in der Kirche ein. Voll Vorfreude auf die nächste Etappe von Sonneborn nach Hillentrup verteilten wir uns für den Heimweg auf die Bullis und Autos.

Britta Thater-Mattke

30. April 2022

Wir haben heute unsere dritte Etappe des lippischen Pilgerwegs bewältigt. Es war eine entspannte Etappe, die uns häufig für Fotos und den Genuss der Natur innehalten ließ.

Wir trafen uns um 10 Uhr und starteten den Tag am Friedhof in Eschenbruch mit einer kurzen Begrüßung. Das Wetter war uns heute wohl gesonnen. Trocken und frühlingshaft frisch gingen wir munter ... in die falsche Richtung und drehten eine Ehrenrunde. Der guten Laune tat das zum Glück keinen Abbruch. An dieser Stelle dafür noch einmal ein ganz herzlicher Dank an alle, die dabei waren.

Die ersten Schritte in Richtung Sonneborn führten uns etwa zwanzig Minuten einen steilen Anstieg hinauf. Er sollte für den heutigen Tag die größte sportliche Herausforderung sein. Insgesamt lud der weitere Weg dazu ein, unsere Sinne zu schärfen und die Natur zu genießen. Etwa vier Kilometer weiter hörten wir einen kurzen Text, der uns zum intensiveren Hören anregen sollte. Im Wald kann es ein besonderer Genuss sein, den Vögeln beim Konzert zuzuhören und sich als Zuhörer als ganz besonderer Teil der Natur zu empfinden.

Die nächsten vier Kilometer wurden wir von zahlreichen, zumeist alten Buchen begleitet. Der Barntruper Forst ist ein sehr großzügiger, heller Wald, in Teilbereichen mehr oder weniger stark aufgelichtet mit starker Naturverjüngung. Der Weg war angenehm zu gehen und der Wald eine Naturfreude. Wir verließen den Wald um noch einige Kilometer am Waldrand entlang des Grießebachs zu bleiben. Hinter uns lag ein leichter Abstieg, der sich noch bis zur Grießemer Straße ziehen sollte. Hier konnten wir einen schönen Blick auf Sonneborn und vor allem auf die wunderbaren, sonnengelben Rapsfelder dieser Gegend genießen.

Dem sanften Abstieg folgte die Überquerung der Grießemer Straße und sogleich ein Anstieg, begleitet von einem im wunderbarsten Gelb leuchtendem Rapsfeld. Die Farbe leuchtete so wunderbar, dass es als Kulisse für zahlreiche Fotos herhalten musste. Etwa zwei Kilometer vor unserem Ziel hatten wir erneut einen ansprechenden Blick auf Sonneborn. Dieser Perspektivwechsel diente zur Sensibilisierung menschlicher Perspektiven. Was sehen wir? Was sehen wir eigentlich nicht? Was sehen andere? Ist die Perspektive Gottes eine andere als unsere?

Den größten Teil, des Weges geschafft, zogen wir in den Zielort ein. Wir gingen durch eine Wohnsiedlung und einige Meter an der Hauptstraße entlang zur evangelisch-reformierten Kirche in Sonneborn. In der Kirche konnten wir uns die wohlverdienten Stempel in unsere Hefte drücken. Mit einem Gebet beendeten wir diesen schönen Pilgertag. Wir verteilten uns auf die zwei Bullis und auf herbei-telefonierte PKWs. Wir danken allen, die uns begleitet haben und freuen uns auf den nächsten Pilgerweg am 14. Mai, der uns von Sonneborn nach Blomberg führen wird.

Britta Thater-Mattke

25. April

Pilgerweg 07Hallo liebe Mitpilgernde! Am 30. April geht es wieder los! Treffpunkt ist um 10 Uhr am Friedhof in Eschenbruch. Wir hoffen, dass die Wetterprogose für den kommenden Samstag passt und schönes Wanderwetter herrscht. Begleiten werden Sie am Samstag Elke Schröder und Britta Thater-Mattke. Von Eschenbruch aus geht es dann los. Frank Jakob ist den Weg schon einmal vorgewandert. Von ihm wissen wir, dass diese Etappe bei weitem ncht so schwierig wird, wie die letzte. Durch Wald und Felder geht es bis zur Kirche in Sonneborn. Dort werden zwei Bullis warten, um Sie - oder zumindest die Fahrer nach Eschenbruch zu den eigenen Fahrzeugen zurückzubringen. Sonneborn hat eine wunderschöne kleine Dorfkirche mit einer herrlichen Ausmalung. Freuen Sie sich auf die dritte Etappe am 30. April. Die weiteren Etappen werden am 14. Mai von Sonneborn nach Blomberg (14 km) und am 28. Mai von Sonneborn nach Hillentrup (22 km) führen. Treffpunkt ist jeweils um 10 Uhr in Sonneborn. Pilgerweg 09

 

Urlaubsbedingt gibt es an dieser Stelle erst wieder Mitte Mai weitere Berichte und Neuigkeiten.

 

10.4.2022

Pilgerweg 06Puh! das war eine anspruchsvolle Etappe. Manch ein Anstieg hat uns die Luft genommen. Und das Wetter war ... Aprilwetter. Zum Schluss gab es noch Graupel und weiße Straßen.

Um 10 Uhr trafen wir uns am Parkplatz an der Kilianskirche. Mit 21 Wandernden ging es los: Durch die Emmerauen und hoch zum Osterkreuz. Das Osterkreuz leuchtet Jahr für Jahr in der Osterzeit. Es wurde 1935 als christliches Gegengewicht zur Inanspruchnahme des Osterräderlaufes durch die Nazis errichtet. Wir haben am Osterkreuz eine spirituelle Pause gemacht. Pilgerweg 05Der Weg führte uns dann am Golfplatz vorbei auf die andere Seite des Berges. Siebenquellen lud zum Staunen ein. Wir konnten die unterschiedlichen Quellen gut erkennen. Weiter ging es. Wir überquerten die Landstraße und machten dann an der Schutzhütte Hermannstal Mittagspause. Bisher hatten wir mit dem Wetter einigermaßen Glück. Vor uns lag, das wussten wir zu dem Zeitpunkt noch gar nicht, der Aufstieg zur Herlingsburg. Und der hatte es in sich. Über querliegende Bäume ging es bergauf. Manch einer von uns kam aus der Puste. Die Strecke war anspruchsvoll. Der Keuperberg hat eine Höhe von ca. 345 Metern. Die steckten uns ganz schön in den Beinen. Aus der Ferne grüßte schon Eschenbruch, das Ziel unserer Etappe. Pilgerweg 04Noch lag es im Sonnenschein, aber dunkle Wolken zogen auf. Kurz vor Ende des Weges begann es zu graupeln. An den Fahrzeugen angekommen machten wir unseren gemeinsamen Abschluß mit Nussecken und einem Lied bei zunehmendem Graupelschauer unter der hochgeklappten Bullitür. Wir danken allen, die mitgegangen sind und wünschen uns, dass der nächste Abschnitt bis Sonneborn nicht so steile Abschitte hat.

 

 

 

 

30.3.2022

Der Lippische Pilgerweg hat eine neue Wegführung bekommen. Es gibt inzwischen auch neue Wegbegleiter (Pilgerführer). Wir werden deshalb die Routen anpassen. Für die Tour am 9.4. haben wir den Weg von Lügde nach Sonneborn geplant. Die alte Route verlief über Hagen und hatte eine Länge von 14 Km, die neue Route führt über Eschenbruch und verlängert sich auf 24 Km. Wir teilen diese Etappe auf und werden am 9.4. nur bis Eschenburch wandern. Die weiteren Etappen verschieben sich damit.

 

26.3.2022: 1. Etappe

Pilgerweg 01

Toll! Wir freuen uns! Es geht los! Bei strahlendem Sonnenschein machen wir uns auf den Weg. Das Projekt Pilgerweg 2022 beginnt. Startpunkt ist das ehemalige Zisterzienserinnen-Kloster in Falkenhagen. In der Klosterkirche gibt es einen Inpuls für den Tag. Drei Kirchen bestimmen heute unseren Weg: die Klosterkirche in Falkenhagen, die Dorfkirche in Elbrinxen und die Kilianskirche in Lügde. Nach einem Foto zum Start geht es los. 26 Menschen und ein Hund machen sich auf den Weg.

Durch Falkenhagen hinduch führt uns der Weg an Feldern und Wiesen vorbei. Richtung Henkenbrink erwartet uns der erste Berg des Weges. Der Tag ist jung und wir bewältigen den Weg spielend. Das kleine Dorf Henkenbrink wird durchquert, danach geht es in den Wald des Isenberges. Die Sturmschäden sind noch überall zu sehen. Viel Holz ist zu Boden gegangen. Bilder, die nachdenklich stimmen. Unser Weg führt uns nun bergab, Richtung Elbrinxen.

Hinter der Badeanstalt geht es am Mühlbach entlang, schöne Bilder des ruhig fließenden Baches. Vorbei an der alten Mühle mit ihrem Mühlrad geht es zur Dorfkirche. Unsere kleine Kirche aus dem 12. Jahrhundert erwartet uns, wir machen eine Essenspause.

Ein neuer Impuls. Worte, die zum Schmunzeln anregen. Sie schicken uns wieder auf den Weg. Durch das Dorf hindurch gehen wir am Storchengehege vorbei, wechseln die Straßenseite und sind dann schon wieder in den Feldern und Wiesen. Ein Bild, das uns nun begleitet. Das Dorf Ratsiek lassen wir rechts liegen. Es geht den Lüdenberg hinauf zum Finkenkamp. Auf der Höhe zeigt uns der Wind, dass die Temperaturen doch tügerisch sind. Wir hören die Lerche mit ihrem Gesang uns sehen sie dann in der Höhe. Der Raps scheint schon bald blühen zu wollen. Wir durchwandern die Felder und kommen zum Finkenkamp. Pilgerweg 02 Am Waldrand entlang geht es weiter, bis wir den kleinen Bach auf einem Steg überqueren können. Der Bach durchfließt das Tal. Oberhalb kommen wir zum Wald. Zwischen den lichten Bäumen sehen wir eine Unzahl an Buschwindröschen. Aber langsam wird der Weg lang. Wir nähern uns dem Ziel, doch unsere Gruppe zieht sich von Zeit zu Zeit auseinander. Wir warten aufeinander.

Der Kilianskirche nähern wir uns über den Friedhof. Es ist eine der ältesten Kirchen in Deutschland. Wir kommen zusammen. Der Abschluss des Tages. Erinnerungen an den Weg, schöne Bilder. Und der Segen. Er möge uns begleiten.

Die Gruppe der Lügder Frauen geht ihren nun noch kurzen Weg zu Fuß, wir anderen verteilen uns auf die Fahrzeuge und werden zurückgebracht. Die Füße brauchen Ruhe. Bald geht es weiter. Von Lügde aus Richtung Sonneborn.

 

In der Planung sind wir von der Wegführung ausgegangen, die uns seit Jahren bekannt ist. Der Lippische Pilgerweg hat allerdings inzwischen eine neue Wegführung und Beschilderung. Viele unserer geplanten Etappen werden sich verschieben. Wir halten Euch und Sie hier auf dem Laufenden. Am 9. April um 10 Uhr ist der Treffpunkt am Parkplatz neben der Kilianskirche in Lügde. Das Vorbereitungsteam überlegt die nächste Etappe. Der alte Weg würde von Lügde aus über Hagen nach Alverdissen führen und hätte eine Länge von 14 Kilometern. Die neue Wegführung sieht den Abschnitt nach Alverdissen viel weiter. Über Eschenbruch an Barntrup vorbei bis Sonneborn kommen 24 Kilometer zusammen. Wir überlegen, ob wir diesen Weg teilen - oder doch den alten Weg nehmen. Demnächst gibt es an dieser Stelle Neues dazu.

Pilgerweg 03

 

23.3.2022

Wir starten unser Projekt Lippischer Pilgerweg am Samstag, den 26. März. Wir treffen uns um 10 Uhr vor der Klosterkirche Falkenhagen und klären - je nach Teilnehmeranzahl - die Rückfahrt. Der Bulli der Kirchengemeinde wird an der Kilianskirche stehen, um uns (oder nur die Fahrer) wieder nach Falkenhagen zurückzubringen. Nach einem kurzen Einklang in den Tag in der Klosterkirche beginnen wir unseren Weg. Er führt uns von der Klosterkirche über Henkenbrink nach Elbrinxen. In der Dorfkirche werden wir Station machen. Anschließend geht es am Storchengehege vorbei durch die Felder über Finkenkamp nach Lügde zur Kilianskirche, dem Ziel dieser Etappe. Die Pilgerpässe können auf dieser Route mit den ersten drei Stempeln gefüllt werden. Wir freuen uns auf alle, die sich mit uns auf den Weg machen.

 

5.2.2022

Der Seele Zeit geben !
Pilgern in Lippe - das ist nicht neu. Und doch wollen wir uns mit Ihnen neu auf den Weg machen. Die Weite der Felder genießen, im Wald die Stille fühlen, Kirche als Ort der Ruhe und Kraft erleben. 
Die Wegführung erstreckt sich über 162 km vom lippischen Südosten über Schieder, Schwalenberg, Falkenhagen, Elbrinxen, und Lügde weiter über die Kirchengemeinden im Norden Lippes  Barntrup, Sonneborn, Alverdissen, Hillentrup bis nach Lemgo, Detmold, Heiligenkirchen, Berlebeck, Horn, Bad Meinberg, und Reelkirchen. Heiden, Cappel und Marienmünster bilden drei Exkurse des Pilgerwegs. Einige dieser Strecken - oder vielleicht auch alle - möchten wir mit Ihnen erlaufen und bieten deshalb über den gesamten Frühsommer, Sommer und Herbst Pilgertouren an. Es begleiten Sie mindestens zwei aus dem Kirchenvorstand und wenn es passt auch Herr Leweke. Für den inneren Ansporn haben wir haben Pilgerpässe bestellt. In den Kirchen unterwegs, können sie mit Pilgerstempeln gefüllt werden. Wir freuen uns auf den Weg mit Euch und Ihnen, gleich ob nur eine Etappe, mehrere oder alle mitgelaufen werden.

Hier die ersten Strecken und Termine:   (Achtung: Die neue Wegführung ist eine andere. Kilometerzahlen verändern sich, vermutlich auch Etappen).

26.3.    Falkenhagen - Lügde (17 km) 
9.4.      Lügde-Sonneborn (14 km)         Änderung: Lügde-Eschenbruch (12 Km)

30.4.    Sonneborn - Blomberg (12 km)  Eschenbruch - Sonneborn (12 Km)
14.5.    Sonneborn Hillentrup (19 km)    Sonneborn -Blomberg 14 (Km)
28.5.    Hillentrup - Lemgo (10 km)       Sonneborn - Hillentrup (22 Km)
11.6.    Lemgo - Detmold (13 km)         Hillentrup - Lemgo (10 Km)
25.6.    Detmold - Horn (14 km)            Lemgo-Detmold (15 Km)
 

Wir treffen uns um 10 Uhr auf dem Klosterhof. Je nach Teilnehmerzahl klären wir dann die Hin- und Rückfahrt. Aktuelle Informationen dazu finden Sie auch immer wieder an dieser Stelle.

Nadine Gerstung, Elke Schröder, Frank Jakob, Dietmar Leweke

4.2.2022

In der Seniorenarbeit wollen wir ein paar neue Wege ausprobieren und hoffen dabei auf Sie alle. Zunächst möchten wir agile Seniorinnen und Senioren mit unserem Projekt Pilgerweg gewinnen. Dazu sind aber nicht nur ältere Menschen eingeladen. Im Sommerhalbjahr möchten wir mit Ihnen den Lippischen Pilgerweg erwandern. Der Lippische Pilgerweg führt von Falkenhagen und Elbrinxen über Lügde, Sonneborn, Blomberg, Hillentrup, Lemgo, Detmold, Horn, Reelkirchen, Schwalenberg zurück nach Falkenhagen. Das ist mit einer Wanderung nicht zu schaffen. Wir werden Ihnen den Weg in Etappen anbieten. Sie sind frei in Ihrer Entscheidung, ob Sie den Weg über den Sommer hinweg komplett erwandern wollen, ob Sie hin und wieder oder nur einmal mitwandern möchten. Jede und jeder Mitwanderer ist herzlich willkommen. Wir freuen uns schon jetzt auf diese Wege mit Ihnen.

Aktuelles dazu finden Sie immer wieder unter diesem Menuepunkt.



Autor: leweke -- 13.11.2022; 13:35:46 Uhr

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